Bethanien Hamburg

Das Hütchenspiel der Bethanien-Holding

Während der Privatisierung des Sparbierplatzes trat das „Schwesternheim Bethanien“ als kleiner lokaler Akteur auf. Auf einem Grundstück dieses „Schwesternheims“ in Hamburg-Eppendorf entsteht derzeit die luxuriöse Seniorenanlage „Bethanien-Höfe“. Als Bauherrin trat zuerst ein „Bethanien-Bethesda-Verbund“ und dann die „Bethanien-Diakonissen-Stiftung“ auf. Verschwiegen wurde und wird, dass es sich bei dem „Schwesternheim“ um eine bundesweit tätige Subholding des methodistischen Bethanien-Verbundes handelt, zu dem auch die weitaus größere Frankfurter Holding „Diakoniewerk Bethanien Verein“ gehört. 2002 gründete dieser Verbund mit 17 Kliniken und Altenheimen die Aktiengesellschaft Agaplesion. Gesteuert werden beide Holdings über die „Bethanien-Diakonissen-Stiftung“. Sie ist das Dach des „Bethanien-Bethesda-Verbundes“, einer Vereinigung der methodistischen Mehrheitsgesellschafter der Agaplesion AG.

Dieses Hütchenspiel wird demnächst auf dieser Seite im Detail dargestellt werden

Krankenhaus Bethanien gGmbH, 1.1.2000:


Steeger und Weber waren schon vor 2000 die Führungskader der Bethanien-Holding. Dass sie einem bundesweiten Groß-Konzern vorstanden, war in Hamburg kaum jemand bekannt.Auch noch 2002, als sie schon die Agaplesion AG gegründetet hatten, trat vor allem Steeger (wie später sein Nachfolger Mohr) als eine Art Stadtteilprediger auf.

Martinierleben Astroturf Initiative

MARTINIerLEBEN – eine weitere Agaplesion-Bürgerinitiative
Nach dem Verlust des öffentlichen Raumes wurde in Eimsbüttel die Forderung erhoben, zwecks Kompensation aus dem Elim-Gebäude ein soziokulturelles Zentrum zu machen. Diese Forderung wurde von der Politik und dem Agaplesion-Konzern abgelehnt. An der Stelle entsteht jetzt ein weiterer Agaplesion-Bau.

Gleichzeitig entsteht ein soziokulturelles Zentrum in Eppendorf – unter Mitwirkung von Agaplesion! Wie ist es möglich, dass das kaum jemand weiß?

Nicht weit vom UKE, in der Martinistraße, steht das Gebäude des Krankenhauses Bethanien. Auf der anderen Straßenseite standen die 2011 abgerissenen Gebäude des Schwesternheim Bethanien.

Bethanien zog 2011 in das Agaplesion-Diakonieklinikum (ADKH) auf dem früheren Sparbierplatz um. Das Gebäude in Eppendorf steht seither leer. Das Gelände gehört der Stadt Hamburg. Sein Verkauf für 7-11 Millionen Euro sollte Teil der Finanzierung des ADKH sein.

Das KH Bethanien war eine gGmbH im Besitz des Schwesternheims. Kaum jemand weiß, dass das Schwesternheim eine in Hamburg, Berlin und Sachsen tätige Subholding der Frankfurter Holding Diakoniewerk e.V. ist, die 2002 die Aktiengesellschaft Agaplesion gründete. Gesteuert wird diese Konzern-Holding über die Bethanien-Diakonissen-Stiftung der Methodistenkirche.

Diese finanzkräftige Diakonissen-Stiftung ohne Diakonissen, tritt heute in vielen Städten als Bauherrin von gehobenen „Seniorenwohnheimen“ auf. Schon wegen des altertümlichen Namens denken viele Beobachter, hier baue eine lokale Schwesternschaft für den eigenen Bedarf.

2009 gründete die Holding unter dem Namen „Schwesternheim“ mit dem Kulturhaus Eppendorf eine Astroturf-Bürgerinitiative unter dem Namen „Martini erLeben – Generationen gemeinsam in Eppendorf“. Die Schwesternheim-Vertreter dieser Initiative sind führende Agaplesion/Bethanien-Funktionäre, was auch der Vereinsführung des Kulturhauses bekannt ist. Ziel der Agaplesion-Kader in der „Bürgerinitiative“ ist eine Weiternutzung des KH Bethanien, die mit der auf der anderen Straßenseite geplanten Senioren-Anlage „Bethanien-Höfe“ kompatibel ist. Ziel des Kulturhauses ist es, Räume in diesem Komplex und neue geförderte Aufgabenfelder zu erhalten. Die „Bürgerinitiative“ hat erreicht, dass das Bethanien-Gelände von der Stadt unter Wert an eine Baugesellschaft verkauft wurde, die dort u.a. „Mehrgenerationen-Wohnungen“ errichten will – passend zu den gegenüber liegenden Bethanien/Agaplesion-Höfen. Aus dem Bethanien-Gebäude soll ein soziokulturelles Zentrum mit einem „Mehrgenerationen-Wohnen“-Schwerpunkt werden.

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